Das Bauernmuseum PeppingenDas seit 1999 bestehende Museum zeigt in einem großen Bauernhof aus dem Jahre 1849 eine Fülle von Einzelheiten aus dem Landleben des 19. Jahrhunderts. Dem Besucher werden logisch und übersichtlich gegliederte Abteilungen vorgeführt, wie Pflügen, Saat und Ernte. Die landwirtschaflichen Maschinen wurden alle vorzüglich restauriert und können in Gang gesetzt werden. Der Bauerngarten mit vier rechteckigen, mit Buchsbaum umstandenen Beeten zeigt nicht nur Gemüsepflanzen, sondern auch Küchen- und Heilkräuter. Besondere Attraktionen sind der Nachbau einer mittelalterlichen Eisenschmelze und eine voll funktionierende Schmiede. Das Wohnhaus ist stilgerecht eingerichtet und vermittelt ein treffendes Bild der damaligen Wohnkultur. Zahlreiche Werkstätten geben einen Einblick in die sorgfältige und mühevolle Arbeit der ehemaligen Dorfhandwerker. Eine stimmungsvolle Museumsschenke und ein Kinderspielplatz gehören ebenfalls zur Anlage.
Das KutschenmuseumDas Kutschenmuseum, 49A, rue de Crauthem, Peppange Das Kutschenmuseum befindet sich 200m vom Bauernmuseum entfernt und zeigt über 20 Pferdekutschen, darunter 6 Fahrzeuge des Grossherzoglichen Hofes. Daneben sieht man zahlreiches Zubehör wie Pferdegeschirr, Reisekoffer und -utensilien. Ein komplettes Wagenatelier sowie eine bebilderte historische Entwicklung des Kutschenbaus. Öffnungszeiten : In den Monaten Juli und August jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Für Gruppen das ganze Jahr über auf Reservierung. tel.: 510906 |
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Land der ROTEN ERDE
Im Jahre 2002 erschien ein touristisches Faltblatt der besonderen Art. Es zeigte 15 verschiedene Ausflugsziele einer Gegend Luxemburgs, die nicht nur den Touristen, sondern selbst den meisten Luxemburgern nördlich der Hauptstadt bis heute weitgehend unbekannt geblieben ist. Es führte ins Land der Roten Erde.
Dieses war bis 1975 pulsierendes Herz unserer Schwerindustrie, und auch heute haben sich dort wieder zahlreiche moderne, "saubere" Industriebetriebe niedergelassen. Gerade dadurch konnte die Natur wieder von den aufgegebenen Bergwerken Besitz ergreifen. So entstand auf den zerklüfteten Minette-Hügeln eine einzigartige Fauna und Flora, die an Ort und Stelle, auf zahlreichen bebilderten Tafeln erläutert, dem Besucher einen Einblick gibt in die neu gewonnene Schönheit dieser überraschenden Landschaft.
Fährt man von der Hauptstadt aus über Hesperingen nach Süden, so erreicht man zuerst die einmalige, flache Landschaft des Roeserbanns. Sie ist geprägt von behäbigen Dörfern, in denen noch manches stattliche Bauernhaus an die Zeit erinnert, als Luxemburg auch im Süden noch überwiegend Agrarland war.
Hier liegt das Bauernmuseum, in dem kleinen Dorf Peppingen, auf einer Anhöhe über dem Tal der Alzette.
Dauerausstellung: Ambosse, Heizplatten und Oefen
Die Dauerausstellung bildet die logische Fortsetzung des Ausgrabungspavillons, das im Jahr 2007 im Beisein zahlreicher Persönlichkeiten eingeweiht wurde.
Die gusseisernen "Takeplatten" stammen aus der Zeit der ersten Hochöfen. Sie stammen aus der Sammlung von Schloss Wolsfeld und von Edouard Metz und umspannen den Zeitraum von 1498 bis 1831. Alle Platten sind nach Motiven und soweit wie möglich chronologisch aufgestellt.
In der Mitte des Raumes wird die Gusstechnik dargestellt durch eine Sandgussform, Modellinstrumente und eine tragbare Gusspfanne. Diese Objekte stammen aus der Giesserei Massard aus Kayl. Ringsherum stehen bemerkenswerte Ambosse: sie umfassen die Zeit zwischen 1550 und 1850. Der Amboss war der kostbarste Besitz des Schmiedes, deshalb war er oft verziert oder mit Initialen versehen. Auch seine Form wechselte mit den Jahrzehnten.
In einem zweiten Raum stehen verschiedene Öfen aus der ehemaligen Sammlung Buchholtz und Ettinger, Gillen und aus dem Geschichtsmuseum der Stadt Luxemburg. Sie zeigen die technische Entwicklung des Heizens zwischen 1750 und 1930 vom gusseisernen Hinterlader bis hin zum emaillierten Dauerbrenner. Alles in Allem bildet die neue Dauerausstellung einen wichtigen Bestandteil in unserem Bestreben die alte Eisenindustrie Luxemburgs dem Besucher zu zeigen, zumal zahlreiche Zeichnungen und Bilder die vorhandenen Exponate vorteilhaft ergänzen.
Die Ausstellung ist nur nach Vereinbarung zu besichtigen.



